27.10.05

Lebendig werdende Kunst, Wissenschaft und Religion

Was ist eigentlich Waldorfpädagogik?

Die kürzeste Formel, mit der diese Frage beantwortet werden kann, stammt von Rudolf Steiner. In seinem Einführungskurs für die ersten Lehrer der Stuttgarter Schule fasste er das Anliegen dieser Pädagogik in den Satz, sie sei lebendig werdende Wissenschaft, Kunst und Religion. Dieser Satz schließt eine doppelte Bedeutung in sich. Durch die Lehrer sollen Kunst, Wissenschaft und Religion für die Schüler lebendig werden. Aber sie werden auch lebendig durch die Schüler und Schülerinnen. Denn in ihnen lebt weiter und entwickelt sich fort, was von den Lehrern an Wissenschaft, Kunst und Religion vermittelt wird. Die lebendige Kette der Kultur, die die Generationen verbindet, wird in der Schule geschmiedet. Was den Kindern nicht an religiösen Gefühlen, künstlerischem Empfinden und wissenschaftlichem Interesse vermittelt werden kann, fehlt später der Gesellschaft, in der sie leben. Eine Gesellschaft ohne religiöses Leben, ohne Kunst und ohne Wissenschaft wäre keine menschliche Gesellschaft. Die Religion lehrt uns die Ehrfurcht vor dem, was über uns ist, die Kunst die Ehrfurcht vor dem, was neben uns ist und die Wissenschaft die Ehrfurcht vor dem, was unter uns ist.

1 Comments:

At 2/2/08 20:27, Anonymous Anonym said...

Ich habe das große Bedürfnis darüber öffentlich (weil es nicht zugelassen wird, wo es stattfindet)zu diskutieren, warum Menschen von dem "Geheimbund" Waldorfkollegien derart solange diskriminiert werden, dass ihnen keine Lebensgrundlage mehr bleibt. Aber nicht etwa, weil sie schlechte Qualität bieten, sondern weil sie selber + wo möglich eigenständig denken.MfG

 

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