| Umstrittenes Buch wird nicht mehr verwendet Frankfurter Rundschau, 26. Juli 2000 BERLIN, 25. Juli (afp). Die Waldorfschulen haben sich von einem umstrittenen Buch distanziert, das das Bundesfamilienministerium wegen rassistischen Inhalts verbieten lassen will. Der Geschäftsführer des Bundes der freien Waldorfschulen, Walter Hiller, sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur afp: "Wir finden das Buch nicht gut." Hiller betonte zugleich, dass es sich bei dem erstmals 1936 erschienenen Werk nicht um ein Lehrbuch der Waldorfschulen handele. Das Buch stehe vielmehr nur auf einer Literaturliste. Diese sei zudem mit dem Hinweis versehen, dass diese Bücher zur Unterrichtsvorbereitung herangezogen werden könnten, dies aber von der Entscheidung der Lehrer abhänge. Hiller versicherte: "Wir nehmen das Buch von der Liste." Das Bundesfamilienministerium hatte das Verbot bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in Bonn beantragt. Darüber ist nach Angaben der Prüfstelle noch nicht entschieden. Das Buch "Atlantis und das Rätsel der Eiszeitkunst" wurde von Ernst Uehli, Schüler des Waldorf-Begründers Rudolf Steiner, verfasst.
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