| George L. Mosse Die völkische Revolution, 2. dt. Auflage, Frankfurt 1991, über Artur Dinter S: 156-157: »Romane schilderten die zersetzende Wirkung des gemischt-rassischen Verkehrs, so Artur Dinters Die Sünde wider das Blut (1918), das zu hunderttausenden verkauft wurde, diese Botschaft an den Mann brachte. Dinter beschreibt, wie ein reicher Jude die rassische Reinheit einer deutschen Frau schändete und, obwohl sie ihn verließ und einen Arier heiratete, ihr Nachwuchs weiterhin dem jüdischen Stereotyp gleicht. Das Buch war nicht pornographisch das kann nicht der Grund für die hohen Verkaufszahlen sein , sondern es vermittelte das Grauen vor rassischer Schändung in einer schlechthin unmenschlichen Gestalt.« S. 321-322: »Dinter, der NSDAP-Führer von Thüringen war, bis er die Partei 1929 verließ, bemühte sich in hervorstechender Weise, die geistige Grundlage des neuen germanischen Glaubens zu definieren. In seinem Buch Die Sünde wider den Geist (1921) vertrat er die Theorie, daß Menschen lediglich Materialisierungen einer Welt der Geister seien; nur in ihrem Bemühen, wieder mit den kosmischen Kräften in Verbindung zu treten, könnten sie letztendlich ihre rassische Einzigartigkeit begreifen. Sein Zeitroman Die Sünde wider die Liebe (1922) beschreibt die Welt als von Geistern bevölkert, unter denen die JKuden die selbstsüchtigen teif gefallenen Geister waren, die von Luzifer geführt werden.«
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