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Rudolf Steiner über Guido von List

Quelle: Von Seelenrätseln, 1. Aufl. Berlin 1917, GA 21, Dornach 1976

In seiner Auseinandersetzung mit der Kritik von Max Dessoir schreibt Steiner:

S. 74

"Im Grunde ist Dessoirs Kritik nicht anderes als viele »Entgegnungen«, denen die von mir vertretene Anthroposophie ausgesetzt ist. Mit ihnen sind Auseinandersetzungen unfruchtbar, weil sie nicht dasjenige kritisieren, was sie zu beurteilen vorgeben, sondern ein von ihnen willkürlich geformtes Zerrbild, gegenüber dem dann ihnen die Kritik recht leicht wird. Mir erscheint es ganz unmöglich, daß jemand, der einsieht, worauf es mir bei dem ankommt, was mir Anthroposophie ist, dieses zusammenstellt – wie es Dessoir tut – mit einer literarischen unwillkürlichen Burleske wie den Faustbüchern von J. A. Louvier,
mit der absonderlichen Rassenmystik Guido Lists, mit der Christian Science – ja selbst mit alledem, was Dessoir als »Neu-Buddhismus« bezeichnet.”

Menschliche und menschheitliche Entwicklungswahrheiten. Das Karma des Materialismus,

Vortrag vom 26. Juni 1917 in Berlin, GA 176, Dornach 1964, S. 94.

In seiner Auseinandersetzung mit der Kritik von Max Dessoir sagt Steiner:

S. 94

"Dann bringt er [Dessoir] die Rassenmystik von Guido von List. Ich habe zu Guido von List keine andere Beziehung, als daß ich einstmals von ihm, der ich gekannt habe, als er noch ein verständiger Mensch war und seinen Roman »Carnuntum« geschrieben hatte, in dem Anfang der achtziger Jahre, eine Abhandlung bekommen habe, in der Zeit, als ich noch die »Luzifer-Gnosis« herausgab;
da habe ich sie zurückgeschickt als dilettantisch und unbrauchbar. Das ist die einzige Beziehung, die ich zu Guido von List habe.”

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