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Dietrich Eckart 1919 über Steiner
Vorbemerkung:
Es ist bemerkenswert, mit welcher Hartnäckigkeit sich manche Verleumdungen erhalten, die schon zu Steiners Lebzeiten von Gegnern in die Welt gesetzt wurden. Zu den Topoi, die in der Gegnerliteratur immer wieder auftauchen, gehören auch Behauptungen über eine angebliche sexualmagische Betätigung Steiners. Topoi aus dem Bereich der Sexualität waren in der völkisch-nationalsozialistischen Propaganda von großer Bedeutung, man denke nur an die teilweise pornographischen Passagen in Hitlers »Mein Kampf« oder an Streichers »Stürmer«.
Sexuelle Topoi sind bis heute imstande, Gefühle der Faszination, der Lüsternheit und zugleich der moralischen Entrüstung, des Abscheus an sich zu binden, was ihre zentrale Funktion in der rassistischen, chauvinistischen oder antisemitischen Propaganda erklärt. Sie sind in gleichem Maß geeignet, Furcht und Begierde hervorzurufen. Der Faszinationskraft dieser Topoi läßt sich auch nicht durch vernünftige Argumente begegnen. Sie sind hartnäckig und langlebig. So tauchte in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts der sexualmagische Topos im »Schwarzbuch Anthroposophie« der Brüder Grandt und anderen Publikationen wieder auf. Bemerkenswert ist, daß sich in der Polemik Eckarts und Rohms der pornographische mit dem antisemitischen Affekt gegen Steiner verbinden.
[Zum Thema Sexualmagie vgl. Ernst Uehli: Der Fall Seiling und der Fall Ruth 1919]
Ein eigentümlicher Theosoph
Dietrich Eckart [--> über Eckart]
Erschienen in: »Auf gut deutsch«, München, 11. Juli 1919
S. 322-327
In letzter Zeit wurde alle Augenblicke bei mir angefragt, was ich von Dr. Rudolf Steiner hielte. Meine Antwort beschränkte sich darauf, daß ich ihn vor vielen Jahren einmal in Berlin begeistert über Nietzsche habe reden hören, von einem wunderlich verhangenen Podium herab; dann, daß mir kürzlich ein von ihm verfaßter, mit einer Unzahl erstklassiger Namen unterzeichneter, nichtsdestoweniger aber völlig inhaltloser, ja, geradezu konfuser Aufruf zugeflogen sei; und endlich, daß ich ihn für einen Juden ansähe, dem ich nicht über den Weg traue. Mittlerweile kam ich etwas näher mit ihm in Berührung, durch den Besuch eines Künstlers, der mich schon verschiedene Male vergeblich im Geschäftslokal der »Deutschen Bürgervereinigung« aufgesucht hatte, um sich schließlich doch in meine, ihm anscheinend zu wenig neutrale Wohnung zu bequemen. Schon nach zehn Minuten hatten wir beide für immer ausgeredet, mehr brauche ich wohl nicht zu sagen. Ob er von Steiner selbst geschickt worden war, in der Hoffnung meinen vermeintlichen Einfluß für seine Münchner Pläne benützen zu können [sic !], weiß ich nicht, ich glaube es aber; jedenfalls spricht die Hartnäckigkeit, mit der ich gerade in der Bürgervereinigung gesucht wurde, viel dafür.
Nun lese ich im »Leuchtturm« [Herausgeber: Karl Rohm --> über Rohm] etwas ganz Seltsames über Dr. Rudolf Steiner; und siehe da, meine dunklen Ahnungen beginnen, Hand und Fuß zu bekommen. Es wird da zunächst auf eine Schrift »Die anthroposophische Bewegung und ihr Prophet«, von Hofrat Prof. Max Seiling hingewiesen, unter Anführung folgender Sätze aus ihr:
»Hier habe ich zu bekennen, daß ich, angezogen von der theosophischen Lehre, acht Jahre lang Mitglied der Theosophischen bzw. Anthroposophischen Gesellschaft war und, unter der suggestiven Macht Steiners stehend, auch meine Christusschrift verfaßt habe; daß aber mein allmählich wieder erwachendes kritisches Verhalten mich schließlich zur gänzlichen Lossagung vom neuen Propheten und seiner Gemeinde geführt hat ...
Um wenigstens an einem besonderen Beispiel zu zeigen, welche ungesunde Atmosphäre in der Umgebung Steiners entsteht, sei der mit der Reinkarnation getriebene Unfug erwähnt. Da kann man dem einstmaligen König David, Johannes dem Täufer, Paulus und selbst der Jungfrau Maria begegnen. Für die Wiederverkörperung der Maria Magdalena sollen sich, wie Steiner einmal aufgrund seiner Erfahrungen spöttisch (!) bemerkt hat, nicht weniger als 24 Mitglieder gehalten haben. Nebenbei gesagt: ein genauer Beobachter konnte wahrnehmen, daß überhaupt mancherlei gezüchtet wurde, um hinterher verhöhnt zu werden. Daß der Meister selbst von vielen seiner Anhänger jahrelang für den wiedergekommenen Christus gehalten wurde, wird kaum wundernehmen, namentlich, wenn man weiß, daß er sich die Hand küssen läßt ...
Die Minderwertigkeit von 90 Prozent der Anthroposophischen Gesellschaft ist freilich auch dadurch bedingt, daß viele Mitglieder von vornherein unberufene, meist weibliche Elemente sind, die zum Teil aus unlauteren Motiven den Anschluß gesucht haben oder, namentlich wenn sie Geld haben, gekeilt wurden. ...
Die Anschaffung der gesamten (gedruckten und getippten) Steinerliteratur kommt auf nahezu 300 Mark zu stehen. ...
Die Zulassung zum engsten Kreis bringt ein verschieden groß angegebenes, jedoch über 100 Mark betragendes Geldopfer mit sich. Da es solche Esoteriker mindestens 500 gibt, sind auf diese Weise mindestens 60.000 Mark eingegangen, über deren Verbleib ich nie ein Wort gehört habe. Endlich erforderte der Dornacher Bau (Johannesbau, nach außen Hochschule für Geisteswissenschaft genannt) weit über 5 Millionen Mark.« |
Hofrat Seiling (sein Buch habe ich noch nicht) kommt leider im »Leuchtturm« gerade, wie mir scheint, im Wichtigsten nicht genügend zu Wort. So fehlt z.B. das Fundament des nachstehenden, zwar auch ohnedies recht bedeutsamen Satzes:
| »Ein weiteres Anzeichen dafür, daß es sich bei der Anthroposophischen Gesellschaft (eher) um eine luziferische Veranstaltung handelt, ist der maßlose Hochmut vieler Mitglieder, und die Verwirrung, die überhaupt ein so auffallendes Merkmal der Wirksamkeit Steiners bildet, daß ein langjähriges vertrautes Mitglied treffend sagen konnte, der Führer der Bewegung habe sich immer mehr als Wille zum Chaos entpuppt ...« |
An dieser Stelle empfand ich den sehnlichsten Wunsch, Dr. Steiner leibhaftig vor mir zu haben; ich war, um mit König Philipp im »Don Carlos« zu sprechen, lüstern, ein Wort mit diesem Geist zu reden. Wenn mich nicht alles täuscht, steckt in ihm tatsächlich eine alte, schon oft, oder wenigstens ein paarmal verkörpert gewesene Seele: das 18. Jahrhundert wird sie wohl als den jüdischen Zauberkünstler Joseph Balsamo alias Cagliostro gekannt haben, und Abrahams Zeitalter als Jakob, den Überlister. Der Herausgeber des »Leuchtturm« [Karl Rohm] scheint ähnlicher Meinung zu sein; übrigens ist es ihm ebenso wie mir ergangen: von den verschiedensten Seiten her wurde er um Auskunft über Dr. Steiner gebeten, ein neuer Beweis für dessen bedenklich Verästelung.
Das Gutachten [Karl Rohms] lautet:
»Die persönliche Bekanntschaft mit Steiner habe ich schon vor langer Zeit gemacht, gleich bei seinem ersten Auftauchen in der Theosophischen Gesellschaft, in welche er seinerzeit vom Grafen Brockdorff und Richard Bresch eingeführt wurde; ich glaube es war um die Jahrhundertwende. Erstmals traf ich mit Steiner zusammen in der Wohnung des damaligen Führers der Stuttgarter Theosophen. Die Unterhaltung zwischen uns dreien ist mir noch lebhaft in Erinnerung; sie betraf theosophische Fragen und die Theosophische Gesellschaft im allgemeinen und wurde dann von Steiner auf das sexual-magische Gebiet gelenkt, wobei er einige Dinge seltsamster Art als Tatsachen erzählte, die meinem Freund und mir ebenso neu wie fragwürdig waren, so daß wir, als Steiner gegangen war, uns noch über diesen Gegenstand weiter besprachen und mein Freund mit einer nicht wiederzugebenden Bemerkung dem Zweifel Ausdruck verlieh, ob Dr. Steiner als Okkultist nicht einer der Brüder zur linken Hand sei.
Ich habe dann später von einer in theosophischen Kreisen anerkannten führenden und sehr objektiven Persönlichkeit in Berlin einer Reihe von verbürgten Tatsachen mir erzählen lassen, die ebenfalls dafür sprachen, daß Steiner in sexueller Magie eine besondere Methode entwickelte. Das ist inzwischen von verschiedenen Seiten bestätigt worden. Auch Hofrat Seiling schreibt hierüber (Seite 37) in der oben erwähnten Broschüre:
Schließlich sei zur Frage der sexuellen Magie das Zeugnis des Seite 30 erwähnten Dr. i herangezogen, da er infolge seines längeren Aufenthaltes in der Nähe der anthroposophischen Zentrale reiche Gelegenheit zu Beobachtungen gehabt zu haben scheint. Er habe erkannt, daß sich durch Steiners persönliche Arbeit in Dornach auch eine Art jüdisch-kabbalistische Magie mit immer dazugehörigem Zynismus, Hinterlistigkeit, Geldgier und Sexualmagie offenbare. Unter den Schülern Steiners, der immer mehr als ein unbewußtes, widerspruchsvolles Werkzeug finsterer, ein moralisches Chaos schaffender Kräfte erschienen sei, herrsche vielfach Unmoralität, bzw. sexuelle Abnormität.
Seite 48 der Seilingschen Schrift steht eine beachtungswerte Stelle:
Welche große Rolle Luzifer in der Gedankenwelt Steiners spielt, beweist auch der folgende Umstand: Der katholische Anthroposoph A. von Bernus, der Herausgeber der Zeitschrift »Das Reich«, hat unlängst in München eine von ihm verfaßte Dichtung »Gesang an Luzifer« aus dem Manuskript vorgetragen, deren Inhalt wie Dr. A. Wurm in der »Augsburger Postzeitung« berichtet ein Hymnus auf alles war, was voll brennenden Lebensfeuers, voll stürmenden Machtwillens, voll Stolz und voll Maßlosigkeit war und ist: ein Hymnus auf Nero, Heliogabal, Julian, Napoleon, auf alles Weibesunmaß und alle Wollust und alle Erotik bis auf die lesbische, auf Messalina, Aspasia, Kleopatra, Sappho, auf das Rom der Dekadenz und auf Paris, auf die Verweltlichung der Kirche, geistliche Wollust der Nonnen (Ignatius von Loyola), auf Catull, Virgil, Baudelaire und den, der alle unsere Sehnsucht erfüllt, auf Verlaine; kurz, auf Luzifer, den Geist der Augenlust, der Fleischeslust und der Hoffahrt des Lebens! Und Dr. Wurm fährt sehr richtig fort: Eine Not, daß man sich heute, in dieser Zeit, gegen derartige Ungeheuerlichkeiten verwahren muß. Der geistige Herrenmensch Nietzsche ist hier bis zum Äußersten brutalisiert. Die Haßworte Nietzsches gegen das Christentum sind Kindlichkeiten gegenüber der unerhört wahnwitzigen Geste, mit der hier Christus zum Gegner Luzifers gemacht wird.
Daß Steiner den Namen Christi, wie auch sonst manches Gute und Wahre auf seine Fahne schreibt, spricht weit eher für, als gegen seine luziferische Knechtschaft; läßt er doch in seinem Drama »Die Prüfung der Seele« Luzifer sagen:
Man kann für Christi Gegenbild
Am besten Menschenherzen fangen,
Wenn Christi Namen man dem Bilde gibt.
Ich hatte einst Gelegenheit, in Stuttgart Steiner im Kreise seiner Anhänger über das innere Wort sprechen zu hören; was er hier vorbrachte, war derart unwahrscheinlich, und mit allen Erfahrungen der Mystiker m Widerspruch, daß ich mir sagen mußte: der Mann hat vom inneren Wort keine blasse Ahnung.
Einige Jahre vorher hatte ich einen unglaublich hypnotisch-suggestiv und anmaßend auftretenden Okkultisten, Josua Klein, gründlich kennen gelernt, und an dieser dunklen Persönlichkeit gingen mir die geistigen Augen auf über das, was die Geheimwissenschaftler schwarz nennen. Dr. Steiner machte auf mich den Eindruck eines zweiten Josua Klein, jedoch unendlich raffinierter und gescheiter, als dieser. Die Erinnerung an Josua Klein war mir Warnung zur Vorsicht gegenüber Dr. Steiner.
Ich habe mir dann auch immer Sachlichkeit bewahrt und bin nie Anhänger und Schüler Dr. Steiners geworden, obgleich fast alle meine theosophischen Freunde zu Steiner übergingen und sich von ihm und seinen Juden schulen ließen. Damit komme ich auf einen besonderen Gegenstand, das Judentum in der Steinerei.
Es ist lange Zeit die Frage erörtert worden: ist Steiner ein Jude oder ein Jesuit? Und es hat nicht an Stimmen gefehlt, die steif und fest behaupteten, Steiner sei ein Jude. Lange hat Steiner hierzu geschwiegen.
Sein Aussehen und die ganze Art seines Wirkens und Lehrens sprachen dafür, daß er Jude sei, auch der bemerkenswerte Umstand, daß in seiner Gesellschaft gerade Juden seine vertrauten, intimsten und treuesten Anhänger waren und in großer Zahl beitraten, sprachen dafür. In Stuttgart z.B. sind es die Juden Dr. Unger und Arenson, die die Häupter der Steinergesellschaft sind, und wer Mitglied werden will, muß bei den vielen Juden, besonders bei dem, eine Art anthroposophischen Famulus mimenden Arenson einen besonderen Einführungskursus durchmachen. Solange die Steinergesellschaft noch Adyar-Besantisch war, und sich Theosophische Gesellschaft nannte, wurde sie in theosophischen Kreisen zur Unterscheidung von den andern Theosophischen Gesellschaften kurzweg die Judengesellschaft genannt.
Nun hat Steiner selbst bekannt, daß er Katholik sei, bzw. daß sein Vater ein katholischer Bahnbeamter gewesen und er in seiner Kindheit die katholische Schule besucht habe und Ministrant gewesen sei. Das mag ja vielen seiner Anhänger genügen.
Ignatius von Loyola ist dieser Art auch Katholik gewesen, und war dennoch Jude, weil sein Vater Jude war und vom Judentum zum Christentum übertrat. Wer so naiv ist, zu glauben, daß man das Judentum ablegen könne durch den Übertritt zum Christentum, d.h. durch einen Bekenntniswechsel, der hat natürlich keine Ahnung von dem Goethewort Blut ist ein ganz besonderer Saft, über das Steiner ein Büchlein geschrieben hat [Es handelt sich um die Einzelausgabe eines Vortrags vom 25. Oktober 1905, enthalten in GA 55].
Item: wir wissen nicht, ob Steiner genealogisch Christ oder Jude ist; wir wissen nur, daß er das Aussehen eines Juden hat, und daß wir den Eindruck haben, wie der vom Hofrat Seiling angeführte Dr. i, daß Steiners persönliche Arbeit urjüdisch-kabbalistische Magie offenbare.
Dieser Eindruck, diese Witterung unserer Seele, ist für uns maßgebend in der Beurteilung Steiners und seiner Lehre. Dieser Eindruck hat uns bestimmt, Dr. Steiner abzulehnen. Wir folgen unserem Instinkt. Wir wissen ganz genau, was wir mit diesen Worten sagen; wir pfeifen auf eure juristischen, dialektischen, verstandesmäßigen, logischen Beweise, Nachweise, Tatsachen, Überredungskünste, Advokatenkniffe; wir lehnen euch ab, weil ihr uns zuwider seid. Ihr werdet dagegen sagen: das ist »nicht wissenschaftlich«; gut aber es ist deutsch und deutlich!
Wir wissen ganz genau, daß diese unsere Stellungnahme ohne Einfluß auf die Anhänger Steiners ist. Es ist eine oft gemachte Erfahrung, daß, wer einmal an Steiner zu glauben begonnen hat, eine ganze Reihe von Jahren Steiner verfallen ist. Einen solchen Mann oder eine solche Frau belehren zu wollen, hat gar keinen Sinn. Wir haben hundertfach beobachtet, daß sich das Kleben an Steiner nach einem Naturgesetz vollzieht. Durchschnittlich brauchen die Anhänger Steiner etwa zehn Jahre, bis sie von ihm geistig so gesättigt sind, daß sie genug haben, bis sie immun gegen seine geistig-magische Suggestion und die bestechenden Offenbarungen seiner Hellsehergabe in seinen Schriften werden. Wie sagt doch Hofrat Seiling: Acht Jahre lang stand ich unter der suggestiven Macht Steiners; schließlich führte mich mein allmählich wieder erwachendes kritisches Verhalten zur gänzlichen Lossagung vom neuen Propheten und seiner Gemeinde. So wie es Hofrat Seiling gegangen ist, so ist es schon hunderten von Lesern des »Leuchtturm« gegangen; eine Menge von Briefen habe ich schon erhalten, die mir diese Tatsache immer wieder bestätigten.
Damit will ich gewiß nicht sagen, daß es allen Anhängern Steiners mit der Zeit so gehe. Natürlich nicht.
Unzertrennlich mit Steiner verbunden bleiben, und seine geistige Erbschaft antreten werden in erster Linie seine jüdischen Anhänger; in zweiter Linie diejenigen, die obwohl Christen vom jüdischen Geist angesteckt und gewissermaßen verjudet sind; und so gibts viele, und in dritter Linie die Menge derer, die der suggestiven Macht Steiners, seiner Lehre und seinen bewußten Helfershelfern derart verfallen, daß sie aus geistiger Schwachheit oder mangelndem eigenem Erkenntnisvermögen nicht mehr davon loskommen können.
Wir werden deshalb nicht nur dauernd mit der anthroposophischen Bewegung Steiners zu rechnen haben, sondern deren Überhandnehmen und Anwachsen ebenso erleben, wie wirs erlebt haben, daß z.B. auf dem politischen Gebiet die sozialistischen Lehren der beiden Juden Marx und Lasalle so große Teile unseres Volkstums bestochen und gefangen genommen haben, daß die Juden Marx und Lasalle in ihren Epigonen heute das Reich in Trümmer schlagen und uns einem Chaos überliefern konnten. Der jüdische Geist triumphiert über den deutsch-christlichen. Wir müssen dies laut bekennen und in die Welt hinausschreien [sic!], um aus dem herrschenden politischen und geistigen Chaos an deutschem und christlichem Geist zu retten, was überhaupt noch zu retten ist.« |
Der Herausgeber des »Leuchtturm« hat recht: wir pfeifen auf eure Beweise, wir folgen unserem Instinkt. Über 15 Jahre habe ich den Instinkt gegen Steiner in mir getragen heute weiß ich, warum. Ob übrigens jener Graf Brockdorff, von dem wir soeben lasen, mit dem preußischen Staatsmann Grafen Brockdorff-Rantzau identisch ist? Wer dessen Bild (mit dem Schoßhund) in der »Woche« gesehen hat, wird geneigt sein, das zu bejahen. Umsonst hielt er es wohl nicht mit der neuen, der Judenregierung. Ob Preuß oder Hirsch oder Steiner der Geist ist derselbe, auch wenn er sich nicht theosophisch gebärdet.
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