Der Abwehrkampf der Anthroposophie gegen
Antisemitismus und Nationalsozialismus  



16.09.2001, aktualisiert: 06.06.2003

03.07.2001
Roman Boos: Wer verrät das Deutschtum? 1921

»Die Idee des dreigliedrigen sozialen Organismus ... wird auf Anstiften „deutsch”-nationalistischer Kreise von einer »Frankfurter Zeitung« angepöbelt ... Wenn es auf Kosten des wirklich deutschen Wesens geht, so versagt es sich auch eine »Frankfurter Zeitung« nicht, sich bei Antisemiten beliebt zu machen
Der
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03.07.2001
Alldeutsche Hetze des Prof. Fuchs in Göttingen 1921

»Die auf Sonnabend, den 26. Februar, geplante Gegenversammlung, in welcher Herr Alwes und Herr Mayen aus Breslau den wahren Sachverhalt öffentlich darlegen wollten, wurde von Herrn Polizeidirektor Warmbold, einem Freunde von Prof. Fuchs und Gegner der Anthroposophie und Dreigliederung, im „Interesse der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung” verboten unter Berufung auf die Bestimmung des allgemeinen Landrechtes ...«
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02.07.2001
Walter Johannes Stein: Rudolf Steiner und seine Gegner – Hauer, Diederichs, Leese, Keyserlingk 1921

»... Alle jene, welche durch irgendein Vorurteil meinen, wer Menschheitsziele verfolgt, müsse darum sein Volkstum vergessen haben, werfen Rudolf Steiner vor er sei nicht „deutsch” ... Gegner dieser Art sehen nicht oder wollen nicht sehen, wie ihnen ihr eigenes Wesen Steiners umfassenderes Wesen verdeckt. Man kann Deutscher sein und Mensch sein, das eine schließt das andere ein, oder kann es wenigstens einschließen. Anthroposophie ist eine Menschheitsbewegung, geboren aus deutschem Geiste.
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01.07.2001
Eugen Kolisko: Antisemitische Gegner der Anthroposophie – Anthroposophie als jüdische Lehre 1921

»... daß der »Leuchtturm« Worte Lagardes und Körners als Leitmotive enthalte und »im Sinne dieser Männer« geschrieben sei. Außerdem erschienen in den nächsten Tagen Äußerungen von antisemitischer Seite in demselben Blatte, wo unter anderem gesagt wurde, es wäre interessant, woher das Geld zu den anthroposophischen Hochschulkursen käme. Wenn man Namen wie Kolisko und Steiner lese, könne man sich schon denken, was für Leute dahinter stünden.«
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01.07.2001

Friedrich Doldinger: H.I, Oberdörffer – Die Anthroposophie als unarische Weltanschauung 1920

»Anthroposophie sei das unarische Bestreben, Kenntnis anders zu erhalten als durch innere Vervollkommnung. ... Diesen Weg zu gehen sei die arische Rasse berufen, die das reinste Blut habe.«
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01.07.2001
Ernst Uehli: Der Fall Seiling und der Fall Ruth 1919

»Von Seilings Schrift ging auch wesentlich die Fama aus, Steiner sei Jude, obwohl er wissen mußte, daß es eine Unwahrheit ist. Was mag Seiling verbrochen haben, daß er, wenn er einen Menschen haßt, ihn zum Juden stempelt? Hätte Seiling seine Christusschrift mit eigenen Gedanken und aus seinem Geist heraus, statt mit fremden Gedanken verfaßt, dann wäre sie gewiss kürzer und klarer geworden, Sie hätte dann rundweg gelautet: »Wer war Christus? Christus war ein Jude«.
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01.07.2001
Karl Heyer: Der Fall Seiling und der Fall Rohm

»Vier Bekenntnisse hat Seiling im Laufe seines Lebens abgelegt: 1898 bekennt er seinen früheren Materialismus als irrig und ist Spiritist geworden. 1910 erklärt er, daß er aus Vertrauen zu Rudolf Steiner zur theosophischen Bewegung gefunden hat. 1918 „bekennt” er, 8 Jahre unter suggestivem Einfluß gestanden zu haben, und erklärt endlich — viertens — seine Rückkehr zum Katholizismus!«
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19.06.2001
Hella Wiesberger:

Die Krise der Anthroposophischen Gesellschaft 1923.
Die völkischen Gegner der Anthroposophie

»Als die Meldung von dem am 9. November in München erfolgten Hitler-Ludendorff-Putsch in Dornach bekannt wurde, soll er geäußert haben: „Wenn diese Herren an die Regierung kommen, kann mein Fuß deutschen Boden nicht mehr betreten.”«
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18.06.2001
Uwe Werner:

Rudolf Hess, Jakob Wilhelm Hauer und die Anthroposophen

»Hauer bekämpfte schon 1921 Rudolf Steiner und die Anthroposophie. In den zwanziger Jahren begründete er eine „deutsche Glaubensbewegung” von der er erhoffte, daß sie zur nationalsozialistischen Staatsreligion erhoben werde. Als Mitarbeiter des SD, des SS-Geheimdienstes, hatte er schon im Februar 1934 ein entscheidendes Gutachten geliefert, dessen Wortlaut teilweise in die Verbotsformulierung gegen die Anthroposophische Gesellschaft übernommen wurde.«
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18.06.2001
Karl Heyer:

Von den Gegnern der anthroposophischen Bewegung 1921/22

»Nach außen hin tritt seit vielen Monaten besonders laut diejenige Gegnerschaft der anthroposophischen Bewegung gegenüber, die ... in einem künstlichen Kult von Blut und Rasse ihre Grundlage hat ... Es ist dies die deutsch-völkische, deutsch-nationale, nationalistisch-alldeutsche, »arisch«-antisemitische Strömung. Diese kennt nur auf Blutszusammenhängen beruhende Menschengruppen, sie haßt das Ich und alles, was dieses Ich frei und zum kraftvollen Träger der sozialen Kräfte machen will.«
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21.07.2000

Stellungnahme zum gegen Steiner erhobenen Antisemitismusvorwurf von Michael S. Schild Der
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vor dem 12.07.2000:
Anthroposophie in der Zeit des Nationalsozialismus Der
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