| > themen > rassismusdebatte > nationalsozialistische gegner der anthroposophie Pressemitteilung Anthroposophie in der Zeit des Nationalsozialismus Das Schicksal der anthroposophischen Bewegung in der Zeit des Nationalsozialismus ist Gegenstand einer wissenschaftlichen Studie, die jetzt im Oldenbourg Verlag München erschienen ist. Die Bearbeitung des Themas wurde möglich durch die Öffnung und Auswertung der Archive der DDR. Die Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland eV hat die Forschungsarbeit unterstützt. Die Studie leistet einen Beitrag zur lebensgeschichtlichen Forschung über die NS-Zeit und zeigt detailreich am Beispiel einer vielfältigen geistigen Bewegung, wie die konkurrierenden nationalsozialistischen Machtapparate den Kampf gegen ideelle Gegner stufenweise steigerten.Der Überlebenskampf der verschiedenen anthroposophischen Projekte führte zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Ging man gegen den biologisch-dynamischen Landbau bereits 1933 mit Verboten vor, so kümmerten sich die Nazis kaum um anthroposophische Medizin, Pharmazie und Heilpädagogik.Schlossen die Waldorfschulen wegen ständig zunehmender erdrückender Auflagen ihre Tore, so konnte die aus Neu-Guinea gebürtige Halb-Melanesierin Else Klink 1936 bei der Reichskulturkammer erreichen, dass das Verbot der Eurythmie schon nach drei Monaten wieder aufgehoben wurde. Wurde die Anthroposophische Gesellschaft nach umfangreichen Observationsmassnahmen als eine der ersten ideellen Gegnergruppen des Nationalsozialismus bereits 1935 verboten, so unternahm die Gestapo die endgültige Zerschlagung aller anthroposophischen Institutionen erst sechs Jahre später. Die Studie vermittelt das detaillierte Bild eines Menschenzusammenhanges, der auf individuelle Moral und Initiative gestützt - der Unterwerfung unter den Nationalsozialismus widerstand. Material zum Pressegespräch am 22.6.99 unter folgender Adresse. Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland e.V. Der Medienbeauftragte Martin Barkhoff Düppelstr. 4, 14163 Berlin Tel. o3o/8o 9o 73 -7o Fax -71 martin.barkhoff@t-online.de |
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